DVD-Tipp: Father Brown – Die erste Staffel

Father Brown: Series 01: Episode 08

Wer kennt Father Brown nicht? Der Pfarrer, der gerne Kriminalromane liest und Kreuzworträtsel löst – und so ganz nebenbei der Polizei erfolgreich bei der Aufklärung von Verbrechen hilft. Grund genug, den ermittelnden Pfarrer in Serie zu schicken. 2013 produzierte die britische BBC die erste Staffel um Father Brown und seine Abenteuer. Dieses Mal schlüpft Mark Williams in die Rolle des schlitzohrigen Geistlichen.

Father Brown und das Verbrechen

Father Brown (Mark Williams) kümmert sich leidenschaftlich um seine Schäfchen. Doch nicht das Predigen allein bestimmt seinen Alltag, denn Father Brown klärt gerne Verbrechen auf. Und die gibt es in seinem idyllischen Dorf zuhauf. Ein unbeliebter Nachbar wird tot aufgefunden, in einem Baum hängt ein schwerverletzter Unbekannter, ein Familienoberhaupt begeht Selbstmord – oder war jemand schneller? Die Mord- und Kriminalrate ist hier ungewöhnlich hoch.
Natürlich ist Father Brown nicht allein. Neben der schwatzhaften Pfarramtssekretärin Mrs Bridgette McCarthy (Sorcha Cusack) stehen ihm die exzentrische Lady Felicia Montague (Nancy Carroll) und die polnische Haushaltshilfe Susie Jasinski (Kasia Koleczek), die sich in England eine neue Existenz aufbauen will, zur Seite.
Mit seiner ganz eigenen Art zu Ermitteln bringt Father Brown die hiesige Polizei oft zum Verzweifeln, doch der Geistliche hat immer einen guten Riecher für die verstecktesten Geheimnisse. Das muss auch Inspector Valentine (Hugo Speer) neidlos anerkennen.

Father Brown: Unterhaltung mit Charme

DVD Tipp: Father Brown – Die erste Staffel

DVD-Cover von Father Brown

Mit „Father Brown“ reisen die Zuschauer zurück in die 1950er Jahre. Die Ausstattung der BBC-Serie ist perfekt und fügt sich nahtlos in die Atmosphäre des englischen Dorfes ein, das Schauplatz für die Abenteuer von Father Brown ist.
Mark Williams agiert mit viel Charme und britischer Attitüde. Auch der Rest der Besetzung spielt überzeugend – aber halt auch sehr britisch, was oft auch steif und aufgesetzt wirkt. Wer typisch britische Krimi-Serien mag, wird hier seinen Spaß haben.
Einen Kritikpunkt gibt es jedoch: Manche Fälle der zehnteiligen Serie überzeugen einfach nicht. Die Auflösung kommt hanebüchen und banal daher, Motive werden an den Haaren herbeigezogen und sind nicht immer nachvollziehbar. Ein bisschen mehr Spannung und Überraschungen hätten der sonst sehr unterhaltsamen Serie „Father Brown“ nicht geschadet. Aber vielleicht klappt es ja in der zweiten Staffel?

Die erste Staffel „Father Brown“ ist als 3er-DVD-Set bei Polyband Medien erschienen und ist überall im Handel erhältlich.

Father Brown – Staffel 1
3 DVDs
Produktionsjahr: 2013
ca. 466 Minuten Laufzeit (10x 46 Minuten)
Sprachen Deutsch /Englisch


DVD Tipp: Father Brown – Die erste Staffel
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6 Comments on "DVD-Tipp: Father Brown – Die erste Staffel"

  1. Alexandra 29/06/2014 at 11:54 ·

    Ich bin ja bekennender Krimifan und ich mag die Briten…. wegen ihres Humors, ihrer Schrulligkeit und ihrer Fähigkeit sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. (Bestes Beispiel hierfür: Die Schlagzeilen als England bei der WM ausgeschieden ist :D , aber ich schweife ab :whistling: …) Was liegt also näher als britische Krimiserien anzuschauen.

    Besonders neugierig war ich deswegen auf Father Brown (läuft im free-TV auf ZDFneo), weil ich ihn sozusagen schon aus Kindertagen kenne… da gab es die Roman-Verfilmungen mit Heinz Rühmann – dem man sofort und ohne Zweifel das Spitzbübische abnimmt – und die deutsche Serienverfilmung mit Josef Meinrad. Okay, für die meisten von euch ein anderes Zeitalter ;)

    Genau wie du sagst, Jutta, ist die neue BBC-Serie sehr liebevoll ausgestattet und auch die Typen bestechen, aber ähnlich wie bei Inspector Barnaby, zeichnet sich die Serie durch eine gewisse Beschaulichkeit aus, was die Spannung eher bremst bzw. schlimmstenfalls langweilig wirkt.

  2. Jutta 29/06/2014 at 14:07 ·
    ‘ChapaChupo’,'index.php?page=Thread&postID=54962#post54962′ wrote:
    Genau wie du sagst, Jutta, ist neue BBC-Serie sehr liebevoll ausgestattet und auch die Typen bestechen, aber ähnlich wie bei Inspector Barnaby, zeichnet sich die Serie durch eine gewisse Beschaulichkeit aus, was die Spannung eher bremst bzw. schlimmstenfalls langweilig wirkt.

    Japp, so ist es. Schade eigentlich, denn ich finde Mark Williams ganz erfrischend, wenn er hinter seiner kleinen Brille die Augen aufreißt und er mit dem Fahrrad über Stock und Stein rast, um vor dem Inspektor am Tatort zu sein. :D Aber die Folgen sind ja nicht so lang, ab und zu sind sie ganz unterhaltsam, bei mehreren hinterinander wird es schwierig.

    Aber sag mach Chapa, ist es nicht erschreckend, dass von Father Brown bis zu Inspector Barneby das Verbrechen in England nicht weniger wird? 8| :D

  3. camille 29/06/2014 at 14:12 ·

    Ganz zu schweigen davon, dass Barneby niemals eine Leiche reicht *hunt*

  4. Hybrid Andante 30/06/2014 at 14:44 ·

    Na hoffentlich ist die besser als dieser seltendumme pseudo-moderne Ottfried Fischer-Verschnitt ;( ; jedenfalls fand ich die alten schwarz-weiß Klassiker mit Heinz Rühmann (auch atmosphärisch) richtig toll :) .

  5. Alexandra 30/06/2014 at 19:30 ·
    ‘Jutta’,'index.php?page=Thread&postID=54968#post54968′ wrote:
    Aber sag mach Chapa, ist es nicht erschreckend, dass von Father Brown bis zu Inspector Barneby das Verbrechen in England nicht weniger wird?

    die Welt ist schlecht ;(

  6. Jutta 05/07/2014 at 13:52 ·
    ‘ChapaChupo’,'index.php?page=Thread&postID=54983#post54983′ wrote:
    die Welt ist schlecht ;(

    Besonders auf dem idyllischen Land mit seinen Cottages, Burgruinen, Schafherden… *hunt* :D

    ‘Hybrid wrote:
    Na hoffentlich ist die besser als dieser seltendumme pseudo-moderne Ottfried Fischer-Verschnitt ;(

    Das auf jeden Fall! Nur den [lexicon]Vergleich[/lexicon] mit Rühmann sollte man eher nicht machen. “Father Brown” geht das anders an, eben britischer. Aber es lohnt sich, wenn man sich drauf einlässt. So eine Folge ist echt unterhaltsam. Nur am Stück wird es anstrengend…

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