Seit 1950 wird jährlich, anlässlich der Frankfurter Buchmesse, der Friedenspreis des deutschen Buchhandels verliehen. Es werden damit Personen geehrt, die “in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen” haben. Preisträger der vergangenen Jahre waren z.B. Albert Schweitzer, Theodor Heuss, Susan Sontag und Orhan Pamuk.
In diesem Jahr geht der mit 25.000 Euro dotierte Preis an den chinesischen Systemkritiker Liao Yiwu. Er erhielt in seiner Heimat China 1987 zum ersten Mal Schreibverbot, wurde 1990 wegen “konterrevolutionärer Propaganda” zu vier Jahren Haft verurteilt. Seine Bücher dürfen in China nicht veröffentlicht erden. 2011 floh er nach Deutschland.In seinem Buch ” Für ein Lied und hundert Lieder“ verarbeitet er seine Gefangenschaft. Sein neues Buch “Die Kugel und das Opium-Leben und Tod am Platz des himmlischen Friedens” erscheint diesen Herbst im S.Fischer Verlag.
Ein weiteres Buch des Autors ist “Fräulein Hallo und der Bauernkaiser: Chinas Gesellschaft von unten” indem er Menschen am Rande der chinesischen Gesellschaft portaitiert.





