Der Wilde Westen im #SUNday

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Auch diesen Sonntag präsentieren wir euch spannende Lektüren für den Urlaub: Bücher, die man unter grünen Palmen am Strand, im gemütlichen Balkonien oder auf einer Reise durch den Wilden Westen der USA lesen kann. Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Entdecken und Lesen! Ihr habt auch Empfehlungen? Sagt sie uns mit dem Hashtag: #SUNday.

Der Wilde Westen – das ist sind die endlose Prärie, gefürchtete Outlaws, Desperados und zielsichere Pistoleros. Und Duelle in der heißen Mittagssonne, Goldrausch, Indianer und die fesche Saloon-Mietze. Eine faszinierende Welt, die auch in der Literatur ihren Platz gefunden hat. Und damit meinen wir nicht nur Karl May. Deswegen haben wir euch Romane über Cowboys und ihre Abenteuer herausgesucht. Willkommen also bei unserer Urlaubslesereise durch den Wilden Westen.

„Deadwood“ von Pete Dexter

Der Wilde Westen war dreckig, korrupt und brutal. Lakonisch, aber mit Bezug auf historische Fakten

Der Wilde Westen im #SUNday

Buchcover von Pete Dexter – Deadwood

erzählt Peter Dexter die Geschichte des Revolverhelden Wild Bill Hickok und seinem Kumpel Charlie Utter. In der Goldgräberstadt Deadwood in South Dakota will sich der alternde Revolverheld 1867 zur Ruhe setzen, was sich als schwierig erweist. In der Stadt, in der das Recht des Stärkeren gilt, wird Recht oft mit Unrecht verwechselt. Und Wild Bill Hickok hat bald schon Feinde, die ihn aus dem Weg räumen wollen.
Melancholisch und mit einer Prise schwarzen Humors präsentiert Pete Dexter einen präzisen Tatsachenbericht aus dem Wilden Westen. Der Roman ist übrigens die Vorlage zur gleichnamigen TV-Serie „Deadwood“.

„Deadwood“ von Pete Dexter ist bei Liebeskind erschienen und kostet 22,00 Euro

„Das Böse im Blut“ von James Carlos Blake

Zwei Brüder, die verschiedener nicht sein können. „Das Böse im Blut“ ist die Geschichte von Edward und John Little, die nach einer persönlichen Tragödie versuchen, ihr Glück zu finden. Ihre Reise führt sie von Florida bis ins Grenzgebiet zwischen Texas und Mexiko. 1842 ist das kein Zuckerschlecken und Edward und John verstricken sich in einem Leben voller Gewalt, Korruption und Brutalität. Bis das Schicksal grausam zuschlägt …
James Carlos Blake rechnet bildgewaltig mit dem romantischen Mythos Wilder Westen ab. Das 19. Jahrhundert in Amerika war keineswegs von der Cowboy-Romantik geprägt, die wir aus John Wayne-Filmen kennen. Gewalt, Habgier und Egoismus warteten an jeder Ecke und springen die Leser dieses Romans völlig unerwartet aus dem Hinterhalt an. Packende Unterhaltung garantiert!

„Das Böse im Blut“ von James Calros Blake ist bei Liebeskind erschienen und kostet 22,00 Euro.

„Die Sisters Brothers“ von Patrick deWitt

Nicht weniger brutal, dafür voller Genre-Klischés und Sarkasmus ist Patrick deWitts Western-Parodie um die Brüder Eli und Charlie Sisters. Sie haben sich als Kopfgeldjäger einen Namen gemacht und machen sich 1851 auf nach San Francisco. Ihr neuester Auftrag: Den skurrilen Wissenschaftler Herman Kermit Warm zu eliminieren. Erzählt wird die ganze Geschichte von dem warmherzigen, sensiblen Eli, der das Gegenteil zu seinem geizigen und skrupellosen Bruder Charlie ist. Nachdem sie ihr Opfer jedoch näher kennengelernt haben und der sie von seiner neuen Erfindung – der Zahnbürste! – überzeugt hat, müssen Charlie und Eli Sisters ihre Pläne überdenken. Was dazu wohl ihr Auftraggeber, der „Kommodore“ sagen wird?
Ironisch, amüsant und wahnwitzig – „Die Sisters Brothers“ bietet Unterhaltung für Western-Kenner, die mit den typischen Western-Elementen bestens vertraut sind. Und auch mal gerne ein Lese-Experiment wagen.

„Die Sister Brothers“ von Patrick deWitt ist bei Manhatten / Goldmann erschienen. Kosten: 9,99 Euro für das Taschenbuch; die gebundene Ausgabe schlägt mit 17,99 Euro zu Buche.

Der Wilde Westen im #SUNday

Cover zu Seth MacFarlane – A Million Ways To Die In The West

„A Million Ways to die in the West“ von Seth MacFarlane

Witzig, abgedreht und mit einer Menge Klamauk erzählt Seth MacFarlane („Family Guy“, „Ted“) seine Version des Wilden Westen. Und hier braucht es nicht unbedingt ein Revolver-Duell, um den Tod zu finden. Da sind die letalen hygienischen Verhältnisse beim Arzt, die harte Arbeit auf dem Feld oder auch die kleinen Unfälle auf dem Jahrmarkt. Nicht zu vergessen: die Eislieferung. Hauptfigur Albert – seines Zeichens ein Feigling und Drückeberger – erlebt das Abenteuer seines Lebens, als er die schöne Anna kennenlernt. Die hat nämlich ein Geheimnis und Albert findet sich plötzlich in einem riesigen Schlamassel wieder.
„A Million Ways to die in the West“ fehlt es zwar an Tiefgang, ist aber als Hörbuch kurzweilig und eignet sich perfekt zum Nebenher-Hören. Beispielsweise im Schwimmbad oder beim Sonnen … Wem’s zu heiß ist, kann sich das ganze auch im klimatisierten Kino angucken.

Das Hörbuch zu „A Million Ways to die in the West“ von Seth MacFarlane ist für 16,99 Euro im Handel erhältlich.


Der Wilde Westen im #SUNday
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9 Comments on "Der Wilde Westen im #SUNday"

  1. nachtOvOeule 21/07/2014 at 14:15 ·

    Das Thema klingt wirklich interessant. Aber der Link zum Artikel funktioniert leider nicht.

  2. nachtOvOeule 21/07/2014 at 14:18 ·

    Ich wusste gar nicht das die Serie “Deadwood” auf einem Buch basiert. Das klingt auf jeden Fall spannend. Danke für diesen Tipp. Auch wenn ich doch lieber John Wayne Cowboy – Romantik hätte… by the way… ich liebe John Wayne Western ;)

  3. Jutta 21/07/2014 at 14:30 ·
    ‘nachtOvOeule’,'index.php?page=Thread&postID=55100#post55100′ wrote:
    Das Thema klingt wirklich interessant. Aber der Link zum Artikel funktioniert leider nicht.

    Jetzt aber, danke für den Hinweis :)

    Joa, John Wayne ist nicht schlecht (Rio Bravo, El Dorado, :love: ) ich bin aber eher die Clint Eastwood-Fraktion. *hunt* Wusstest du eigentlich, dass John Wayne eine furchtbare Originalstimme hatte? Da gibt es dieses Gerücht… habe aber nie einen John Wayne im Original geschaut.

  4. nachtOvOeule 21/07/2014 at 14:32 ·
    ‘Jutta’,'index.php?page=Thread&postID=55102#post55102′ wrote:
    Joa, John Wayne ist nicht schlecht (Rio Bravo, El Dorado, :love: ) ich bin aber eher die Clint Eastwood-Fraktion. *hunt* Wusstest du eigentlich, dass John Wayne eine furchtbare Originalstimme hatte? Da gibt es dieses Gerücht… habe aber nie einen John Wayne im Original geschaut.

    Oh nein, im Original habe ich ihn glaube noch nicht gehört. Ich stehe vor allen Dingen auf “Die Cowboys”. Ein Film den ich schon unzählige Male gesehen habe. Aber von John Wayne tummeln sich einige Filme in meinem Regal ;)

  5. Jutta 21/07/2014 at 14:49 ·
    ‘nachtOvOeule’,'index.php?page=Thread&postID=55103#post55103′ wrote:
    Aber von John Wayne tummeln sich einige Filme in meinem Regal ;)

    Bei meinem Papa auch. Was hälst du denn von modernen Western, also so was wie die Neuauflage von “True Grit” oder “Todeszug nach Yuma”? Und neben “Deadwood” kann ich noch “Hell on Wheels” sehr empfehlen…

  6. nachtOvOeule 21/07/2014 at 17:43 ·

    “Hell on Wheels” habe ich noch nicht gesehen.
    “Todeszug nach Yuma” finde ich ist ein super Film und bei “True Grit” kann ich mich ehrlich gesagt nicht entscheiden ob ich die alte oder die neue Version besser finde. Im Regal habe ich allerdings beide. Natürlich haben die alten Western meist noch ihre ganz eigene Note, aber auch von den moderneren gibt es ein paar ganz gute. Einer davon den ich immer wieder gucken kann ist “Open Range” mit Robert Duvall.

  7. Jutta 22/07/2014 at 13:56 ·
    ‘nachtOvOeule’,'index.php?page=Thread&postID=55110#post55110′ wrote:
    “Todeszug nach Yuma” finde ich ist ein super Film und bei “True Grit” kann ich mich ehrlich gesagt nicht entscheiden ob ich die alte oder die neue Version besser finde.

    Dito. Wobei ich auch finde, dass die Schauspieler und Regisseure heute da ganz anders rangehen als früher. Ach, wo wir gerade über Western sprechen: Ich mag auch sehr gerne Django Unchained.

  8. nachtOvOeule 22/07/2014 at 18:53 ·
    ‘Jutta’,'index.php?page=Thread&postID=55112#post55112′ wrote:
    Ach, wo wir gerade über Western sprechen: Ich mag auch sehr gerne Django Unchained.

    Toll sind dabei vor allen Dingen die ganzen Anspielungen an andere Filme oder Personen. Vor allen Dingen an den Django von 1966.

  9. Jutta 23/07/2014 at 11:15 ·
    ‘nachtOvOeule’,'index.php?page=Thread&postID=55114#post55114′ wrote:
    Toll sind dabei vor allen Dingen die ganzen Anspielungen an andere Filme oder Personen. Vor allen Dingen an den Django von 1966.

    Ja, Großartig :thumbup: Vor allem der Soundtrack, da findest du ja alles, von Ennio Morricone bis hin zu Hip Hop (mag ich eigentlich nicht, aber bei “Django” hat es gepasst)

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