In den Jahren 2004 bis 2006 lief auf dem Sender Vox der erfolgreich die von Allan Ball (American Beauty, True Blood) verfasste Serie “Six feet under- gestorben wird immer”. Hauptfiguren der Serie sind zwei Brüder, die das Bestattungsgeschäft ihres erst kürzlich verstorbenen Vaters weiterführen.
Die Serie ist eine große Ausnahme, denn sonst begegnen uns Bestatter im Fernsehen nicht sehr oft. Auf den Bildschirmen wird gemordet und gestorben, obduziert und ermittelt, aber vom Bestatter bekommt man nicht gerade viel zu sehen und zu lesen.
Aber es gibt durchaus lustig-skurile Bücher rund um das Thema.
Im Buch „Aus die Maus- ungewöhnliche Todesanzeigen” kann man nachlesen, welche seltsame Todesanzeigen manche Menschen für ihre Lieben aufgeben. Das Buch ist ein interessantes Sammelsurium, die Anzeigen sind in verschiedene Kategorien aufgeteilt, z.B. „Oma rief- Opa kam. Anzeigen mit ungewöhnlichem Motto“, Selbstanzeigen, Hassanzeigen und sprachliche Missgeschicke. Beim Lesen der diversen Fundstücke fragt man sich gelegentlich, was der Anzeigenaufgeber sich eigentlich gedacht hat, amüsant ist es aber allemal.
Die beiden Bücher “Darf ich meine Oma selbst verbrennen” und “Gestatten, Bestatter. Bei uns liegen sie richtig” von Peter Wilhelm erzählen aus dem Alltag eines Bestatters. Und Peter Wilhelm weiß worüber er schreibt, denn er hat selbst als Bestatter gearbeitet. In seinen Büchern werden deshalb Fragen diskutiert wie “Darf man einen Nichtschwimmer auf See bestatten?” oder” Gibt es auch Secand-Hand Särge?”.
Auch in ” Bestatten, mein Name ist Tod. Friedhofsgeschichten aus dem Leben gerissen” geht es um den Umgang mit den Toten. Hier erzählen zwei Totengräber ihre Erlebnisse. Allerdings ist hier der große Unterschied zu den Büchern zu Peter Wilhelm, dass die Geschichten aus ” Bestatten, mein Name ist Tod” zwar einen wahren Kern haben, aber eben nicht wirklich wahr sind.
Während der Zeit seines Betriebswirtschaftsstudiums sah sich Peter Waldbauer nach einem Job um. Angestellt wurde er zunächst als Sargträger, später als Bestatterhilfe. Seine dort gewonnen Eindrücke schrieb er später dann auf. Sein Buch “Die Bestattungs-Mafia. Wie mit dem Tod Geschäfte gemacht werden” beleuchtet das Thema Bestatter aus einem anderen Blickwinkel.
Wer ab und zu gern etwas Skuriles liest, wird mit den Büchern bestimmt seine Freude haben können. Allerdings sollte man sich vor dem Verschenken wirklich gut überlegt haben, ob das jeweilige Buch für den zu Beschenkenden wirklich das Richtige ist.
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