Rechtzeitig zu Hermann Hesses 50. Todestag kommt die Verfilmung eines seiner Werke zurück auf die große Kinoleinwand. Es handelt sich hierbei um den Film „Siddhartha“ aus dem Jahr 1972. Regisseur war Conrad Rrooks und hinter der Kamera stand Sven Nykvist, der später unter anderem auch bei Filmen wie „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ (1987), „Gilbert Grape-Irgendwo in Iowa“ (1993) und „Schlaflos in Seattle“ (ebenfalls 1993) als Kameramann tätig war.
In dem 85minütigen Film sieht man den jungen Adligen Siddhartha, der mit dem Leben und den Lehren unzufrieden ist und hofft, auf der Wanderschaft den Sinn des Lebens zu finden.
Ab dem 09.08. läuft Siddhartha in den CinemaxX Kinos.
Doch ist „Siddhartha“ nicht die einzige Verfilmung von Hermann Hesse: Mit „Der Steppenwolf“ wurde ein weiterer seiner Romane verfilmt. Der Film handelt von Harry Haller, der beschließt seinem Leben an seinem 50. Geburtstag ein Ende zu bereiten. Zuvor trifft er allerdings auf Hermine, die ihn in das sogenannte „Magische Theater“ bringt. Dort beginnt Harry sich selbst zu erkennen.
Dieser Roman Hesses wurde 1974 von Fred Haines mit Max von Sydow in der Hauptrolle verfilmt. Der Film hält sich relativ genau an die Romanvorlage, auch im zweiten Teil der Geschichte, bei dem sich wegen dem Drogenkonsum des Protagonisten Realität und Fiktion vermischen. Die Wahrnehmungen unter Drogeneinfluss werden mit Hilfe von Animationen und Trickeffekten dargestellt.
Die neueste Verfilmung eines Hesse-Werkes, der 90minütige Fernseh-Film nach einer seiner Erzählungen wurde 2012 produziert und ausgestrahlt. In „Die Heimkehr“ geht es um einen im Ausland reich gewordenen Mann, der nun in seine alte Heimat zurückkehrt. Zwar musste er in seiner Jugend den Ort verlassen, dennoch hofft er hier wieder eine Heimat finden zu können. Zunächst scheint er willkommen geheißen zu werden, später merkt er allerdings, dass die Engstirnigkeit der Menschen ihn hier nicht heimisch werden lässt. Inden Hauptrollen sind August Zirner (“Die Apothekerin” 1997, “Das Sams” 2001, “Berlin 36” 2009) und Heike Makatsch (“Tatsächlich..Liebe” 2003, “Hui Buh-Das Schlossgespenst” 2006) zu sehen.
Hermann Hesses Werk kann man also nicht nur zwischen Buchdeckeln, sondern auch im Fernehen und sogar auf der großen Kinoleinwand begegnen.
Mehr zum Thema Herrmann Hesse findet ihr hier:
Der Steppenwolf in mir – Zum 50. Todestag von Hermann Hesse
Auf den Spuren eines Lebens – Zum 50. Todestag von Hermann Hesse
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