Günter Grass blechtrommelt gegen Isreal

Grass

Günter Grass hat es getan. Er hat sein Schweigen gebrochen und bezieht nun lyrisch Stellung zu Israel und dem Iran.

„Warum schweige ich?“, fragt er sich. Er beantwortet die Frage selbst. Grass, so meint er, unterlag einem Zwang. Jetzt nicht mehr. Nein, jetzt zieht Grass erneut in eine Schlacht. Baut der Iran wirklich die Atombombe?, das fragt er sich in dem Gedicht. Israel, ein Land das sich seit Jahrhunderten im Zwiespalt befindet, gerät dabei in sein literarisches Kreuzfeuer.

Es sind verschrobene Verse, über ein Land, dass den Iran wohl bald angreifen wird. Moment?

Jetzt greift Israel den Iran an, weil die Iraner „Maulhelden“ sind und deswegen selbst wohl nicht angreifen werden. Die Iraner und ihre Bombe, seit Jahren ein Thema in der Presse. Ob die Iraner wirklich eine Bombe haben kann niemand sicher sagen. Grass meint „Nein“ und wenn, dann trauert er um die Opfer in Israel.

Grass selbst schreibt in seinem Gedicht, dass er sehr lange geschwiegen hat, weil er nicht als Antisemit angesehen werden will.

Seine Argumente mögen gerne im „Singenden Hirsch“ logisch, wahr und richtig erscheinen.

„Also, da müsste man mal!“, hört man im „Singenden Hirsch“ oder „Ich bin ja nicht ausländerfeindlich, aber…“, wird da auch gerne gesagt und dann wird sich ein Bier bestellt und darüber spekuliert, ob der Nachbar jetzt eine Leiche im Keller hat.

Günter Grass bekennt Farbe, versucht dabei allerdings nicht in Richtung „braun“ abzudriften. Es gelingt nur bedingt. Das Israel das nicht ganz so sieht wie Grass muss man nicht extra erwähnen.

Allerdings sollte man fair sein und bleiben und jetzt nicht auf die proletarische und subjektive Trommel kloppen, das kann jeder und wer dies Macht, der kennzeichnet sich vor allem dadurch aus, dass er oder sie weghört, nicht zuhört und dann am Thema vorbeiredet.

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