Wirkliche Berühmtheit erlangte Theodor Seuss Geisel, genannt Dr. Seuss im deutschsprachigen Raum erst mit der Verfilmung einiger seiner Geschichten. Wem ist nicht mindestens der weihnachts-hassende Grinch heute ein Begriff? Vielleicht konnte auch bei einem oder anderen der Kater mit Hut oder der Elefant Horton, der ein Hu hört, für Begeisterung sorgen.
Am 19. Juli startet „Der Lorax“ nun in den deutschen Kinos. Eine weitere Figur aus dem umfangreichen Werk des Kinderbuchautors und Cartoonzeichners. Der Lorax ist ein schnauzbärtiger Geist des Waldes mit recht schlechter Laune. Weshalb er diese hat, ist gar nicht so schwer zu verstehen: der Raubbau an der Natur.
Aus der Stadt Thneedville ist jegliche Natur verschwunden. Alle Pflanzen sind aus Kunststoff und der Geschäftsmann Aloysius O’Hare macht Millionen mit dem Verkauf von Frischluft in Plastikflaschen. Hier lebt auch der zwölfjährige Ted. Er ist unsterblich in Audrey verliebt, um ihr Herz zu erobern, möchte er ihr ihren größten Wunsch erfüllen: einmal einen echten Baum sehen.
Ted macht sich im Brachland vor der Stadt auf die Suche nach dem Once-ler. Denn dieser soll angeblich wissen, was mit all den Bäumen geschehen ist. Nur zögerlich gibt dieser ihm Auskunft: Als junger Mann machte er eine Erfindung, die sich schnell zu einem unerreichten Verkaufsschlager entwickelte. Doch um die Erfindung herzustellen, musste er immer mehr Truffula-Bäume abholzen.
Das Truffula-Tal ist eine idyllische Landschaft. Ein Lebensraum für eine vielfältige Fauna: dort leben Swomee-Schwänen bis hin zu Summ-Fischen. Besonders niedlich sind die kleinen, bärchenartigen Bar-ba-loots, die unter den Truffula-Bäumen umhertollen. Und der Lorax ist ein amüsanter und liebenswerter „Waldmeister“, der über sich hinauswächst, um die Bäume und die im Wald lebenden Tiere zu beschützen.
Jedes Mal wenn der Once-ler einen Baum fällt, taucht nun der Lorax auf. Doch es nützt nichts, keine eindringliche Warnung kann den Once-ler von seinen Plänen abhalten. Beide stehen auf entgegengesetzten Seiten, doch im Laufe der Zeit wachsen sie einander ans Herz. Doch gegen den Ehrgeiz und die Gier des Once-ler kann er sich nicht durchsetzen. Auch wenn das bedeutet, den letzten Baum zu fällen und das gesamte Tal zu zerstören.
Ted macht sich Jahre später auf den Weg, um den Once-ler zu finden. Denn er möchte wissen, ob es möglich ist, für Audrey, dem Mädchen seiner Träume, einen Baum zu beschaffen. Nach dem der Once-ler ihm seine Geschichte von seiner Begegnung mit dem Lorax erzählt, wird Ted inspiriert das industrialisierte Thnedville wieder ins Gelichgewicht zu bringen. Seine Mission: Die Stadt wieder mit Truffula-Bäume ausstatten.
Dr. Seuss hat einmal gesagt, der Lorax wäre seine Lieblingsgeschichte. Eine Erzählung die Kinder anregen soll das eigene Leben mitzugestalten. Bis heute bleibt ihr Inhalt aktuell und gehört als Klassiker in die „Educator’s All Time Top 20 List of Children’s Books“. Umso mehr freut es, dass der Kunstmann Verlag pünktlich zum Erscheinen des Films in Deutschland, das seit 1976 vergriffene Kinderbuch neu aufgelegt hat. Wem der Film schon gut gefällt, sollte sich auf jeden Fall auch das Buch anschauen. In neuer Übersetzung von Nadia Budde erscheinen die Verse wieder in ihrem Dr. Seuss‘ bekannten Wortwitz. Eine Rezension zum Buch ist hier zu finden, unter dem Titel „Der gute Geist des Waldes in Neuauflage“.
Nur gerecht, dass dieses Buch nun filmisch Umgesetzt wurde – ein Abenteuer für die ganze Familie in 3D. Kein anderer als der Regisseur Chris Renaud (Ich – einfach unverbesserlich) hat mit seinem Team hier wieder ein wunderbares Filmabenteuer geschaffen. In den USA ist er bereits im März angelaufen, und spielte allein am Startwochenende 70 Millionen ein. Mit einer großartigen Besetzung für die Stimmen, wie Taylor Swift als Audrey und Danny DeVito als Lorax. DeVito ist auch die Originalstimme in Deutsch, sowie in Russisch, Italienisch und Spanisch. Der Trailer gibt Vorgeschmack auf ein wunderbares Kinoerlebnis:
Google+






One Comment on "Dr. Seuss’ “Der Lorax” ab 19. Juli als 3D-Abenteuer im Kino"