Was macht ein Schriftsteller eigentlich den ganzen Tag?
In Filmen sind Autoren gern die eleganten Dandys, die von Party zu Party schweben, umringt von porzellanhäutigen Bewunderinnen. Tiefsinniges kommt von den Lippen, die Stirn in Denkerfalten, der edle Tropfen perlt im Glas. Der Verleger als bester Freund, der Kritiker (meist eine Art buckliger Waldschrat, vom Neid zerfressen) als Feind und die Schecks kommen nur so rein.
Tippen kann nicht so schwer sein, eine gute Sektretärin schafft ja auch ihre X Anschläge pro Minute.
Ja, der Schriftsteller. Der, mit der gemütlichsten aller Künste. Muss nicht dünn sein oder ständig Stunts machen wie der Schauspieler, nicht ständig Üben wie der Musiker, nicht dauernd mit Farbe kleckern wie der bildende Künstler.
Hach.
Wer wissen will, was es meint, sich dem Wort verschrieben zu haben, findet hier das öffentliche Tagebuch von Simon X. Rost (“Der fliegende Mönch”). Unterhaltsam und ein wenig ernüchternd.
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