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[ Gedicht ] Das Aquarium

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Montag, 8. März 2010, 11:43

Das Aquarium

Das Aquarium

Fröhliche Schwerelosigkeit,
Keine Kanten und Ecken, keine Gefahr.
Bunt Schillernd, in allen Farben und Formen
schwimmen und schwärmen sie umher

Zarte Luftblasen aus eifrig bunten Mäulern...
Seifenblasen, mit ungesprochenen Fragezeichen gefüllt,
die ihrerseits Fragezeichen säen,
die ungesehen gegen gläserne Wände prallen

Der Schwarm bietet Sicherheit.
Die Sprache ist die selbe in allen Wassern.
Einfach und klar,
wortreich und bedeutungslos...

Sie hinterfragen ihr eifriges Schwimmen nicht,
mühen ihren Blick nicht durch das dünne Glas, das sie trennt -
von einer Welt, die so viel mehr zu bieten hat…

Bunt Schillernd, in allen Farben und Formen
schwimmen und Schwärmen sie umher....

Fabi

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2

Mittwoch, 21. Juli 2010, 22:03

Hallo samoa,

ich habe dein Gedicht als Sehnsuchtsbeschreibung aufgenommen, in der ich mich nach anfänglichen Einstiegsproblemen gerne habe fangen lassen. Manche Beschreibung dieser Sehnsüchte, wie ich es aufgenommen, gefallen mir gut - jedoch spricht mir nicht jede Zeile zu, wie z.B. "Zarte Luftblasen aus eifrig bunten Mäulern...". Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, wie Luftblasen aus deren "Mäulern" kommen. Das Wort "Maul" klingt so groß, wir reden ja hier von kleinen Fischen die in ein Aquarium fürs Wohnzimmer passen, oder? Na ja, ich kritisiere und hinterfrage wieder zu viel. ;)

Der Titel ist mir viel zu schlicht! Vielleicht fällt dir ja einen Anderer ein?

Viele Grüße
Fabi

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3

Freitag, 23. Juli 2010, 23:28

Hey Samoa,

ich finde die Idee zum Gedicht prinzipiell gut. Der Titel gefällt mir auch nicht so, allerdings hätte ich es spontan "Im Aquarium" genannt..aber es ist wirklich sehr schlicht, wie Fabi bereits gesagt hat.

Vom Aufbau her solltest du vielleicht noch ein wenig einheitlicher werden. Mir persönlich gefällt auch das Phänomen der "drei Punkte" nicht.

Zur ersten Strophe:
"Keine Kanten und Ecken" --> hier hast du eindeutig den Bruch der Redewendung vollzogen, das ist mir irgendwie zu "klar", oder vielleicht zu durchschaubar.
"Einfach und klar,
wortreich und bedeutungslos..." --> Das zweite "und" würde ich durch "doch" ersetzen als adversatives Konjunktionaladverb, um den Gegensatz zu betonen. (Bzw. den Leser auf diesen Kontrast aufmerksam zu machen.)
(Vielleicht könntest du auch in einem Vers auf das Aquarium an sich
eingehen. Ist es rund? Lässt sich diesbezüglich etwas über eine Art
Kreislauf schreiben? Denn es scheint mir ja kein gewöhnliches
rechteckiges Aquarium zu sein, wenn es keine Ecken und Kanten hat.)
Vielleicht
könntest du in die erste Strophe auch noch einen "Spannungsmoment"
einbringen, um den Leser für die "Lust auf mehr" einzustellen.

Zur zweiten Strophe:
Hier gefällt mir der Übergang nicht.

"aus eifrig bunten Mäulern" ---> in der ersten Strophe hast du "bunt
schillernd", diese Wiederholung folgt einfach zu dicht aufeinander.
"ungesprochen"
--> das Wort gibt es so nicht. Möchtest du es als eine Art
Neologismus verwenden? Richtig wäre es "unausgesprochen". Allerdings
finde ich das Wort hier auch nicht gut gewählt. Es ist zu lang und
bricht den Lesefluss.
"Luftblasen vs. Seifenblasen" Seifenblasen im Aquarium? Das Wortspiel empfinde ich als ein wenig störend.
Wdhlg.
"Fragezeichen" --> Du solltest ein Synonym finden oder den Vers
ändern. Die Wiederholung passt an dieser Stelle einfach nicht.
"die
ihrerseits vs. die ungesehen" --> anaphorisches "die", wirkt hier
überladen. (Vielleicht das zweite "die" einfach streichen?)
Was ich an dieser Strophe mag, ist die Verbindung zwischen "säen" und "ungesehen".
"prallen" --> Das Verb bricht das Klangschema, vielleicht findest du ein anderes?

Zur dritten Strophe:
"die
selbe" = falsch, richtig : dieselbe (ich bin mir der künstlerischen
Freiheit durchaus bewusst, aber es sieht ästhetischer aus)

Strophe 4:
"eifriges Schwimmen" --> Vielleicht fällt dir ein anderes Adjektiv ein? (s.o. "eifrig bunten Mäulern")
"von einer Welt, die so viel mehr zu bieten hat…" --> Ich denke, dass der Ausdruck hier nicht gut gelungen ist.
Ansonsten ist diese Strophe schön. Mein Favorit!

5. "Strophe":
"Bunt Schillernd, in allen Farben und Formen
schwimmen und Schwärmen sie umher.... " --> Was möchtest du dem Leser damit vermitteln? (Ich habe dazu eine Idee, bin mir jedoch nicht sicher.) Ich denke diese Strophe solltest du überarbeiten und noch ein oder zwei Aspekte einfügen, sonst ist der Abschluss zu plötzlich.

Insgesamt finde ich die Idee vom Aquarium sehr gut! Es sieht jetzt nach viel Kritik aus, jedoch sind das Feinheiten. Das grobe Konzept ist gut. Vielleicht kannst du es ja noch ein wenig überarbeiten.

Viele Grüße,
Jana V. D. =)

  • »Delphine« ist weiblich

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4

Freitag, 23. Juli 2010, 23:31

@ Fabi: Wieso hat es meinen Beitrag so komisch zerstückelt? :( Ist das normal?

Fabi

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5

Freitag, 23. Juli 2010, 23:35

Guten Abend Delphine!

Danke für die ausführliche Bewertung. :)
@ Fabi: Wieso hat es meinen Beitrag so komisch zerstückelt? :( Ist das normal?
Hast du diesen Beitrag in einem Textverarbeitungsprogramm vorgeschrieben bzw allgemein extern geschrieben und dann in den Editor eingefügt?

Grüße

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6

Freitag, 23. Juli 2010, 23:37

Guten Abend Fabi ;-)

Nein, ich hab es ganz normal als "Schnellantwort" geschrieben. oO

Grüßli

Fabi

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7

Freitag, 23. Juli 2010, 23:46

Du hast einzelne Passagen von samoas Gedicht in deine Schnellanwort kopiert. :) Der Zwischenspeicher hat sich die Absätze des Gedichtes gemerkt und beim einfügen in dein Beitrag übernommen.

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8

Samstag, 24. Juli 2010, 00:03

So ein Käse aber auch. ;-) Die Technik verwirrt mich :D

Fabi

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9

Samstag, 24. Juli 2010, 00:15

So ein Käse aber auch. ;-) Die Technik verwirrt mich :D
Mach dir kein Kopf...

...mich auch...

...und das noch viel zu oft...

:D

Aber um samoa nicht hauptsächlich eine Diskussion um Technik in ihrem Gedicht präsentieren zu können: Zurück zum Thema. *computer* Da fällt mir auch gerade noch was ein, wenn ich den Smilie sehe. *Hmm* Wie gut, dass es Smilies gibt. :) Neben ihrer emotionalen Ausdruckskraft sind es richtig gute gedankliche Stützen. :thumbup:

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