Harry Rowohlt meint: "Dieses Buch zu übersetzen, war nicht nur eine Ehre und ein Privileg, sondern auch ein riesengroßer Spaß!!! Von den 108 Büchern, die ich bislang übersetzt habe, ist dies eines der besten".
Ich kann ihm da nur zustimmen. Zwar weiss ich nicht, welche Bücher Harry Rowohlt sonst so übersetzt hat, aber dieses Buch ist einfach genial.
Von den "Eiswürfeln in der Form berühmter Generäle" über "Malcolm (bzw. Sally, je nachdem, wem man glauben möchte) das Wiesel" bis hin zur "Kaiserin von Ganzchina" ist das Buch eine einzige Aneinanderreihung skurriler Ereignisse und Personen. Philip Ardagh (und für die deutsche Übersetzung von Rowohlt meisterhaft übertragen) spielt sehr gekonnt mit der Sprache. Er schreibt ironisch, manchmal sarkastisch, aber immer mit einem ganz eigenen und wunderbaren Humor.
Wenn man Charles Dickens kennt, bemerkt man viele Anspielungen zu seinen Büchern wie "Oliver Twist" oder "David Copperfield"
Ich möchte hier gar nicht zu sehr vorgreifen, denn das Buch muss man einfach gelesen haben. Es ist das erste Buch der "Eddie Dickens Trilogie", die jedoch aus sechs Bänden besteht.
Unterstützt wird das Ganze durch gelungene Illustrationen.
Die Eddie Dickens - Trilogie
- Awful End - dt. Schlimmes Ende (Deutscher Jugendliteraturpreis 2003)
- Dreadful Acts - dt. Furcht erregende Darbietungen
- Terrible Times - dt. Schlechte Nachrichten
- Dubious Deeds - dt. Unliebsame Überraschungen (Das vierte Buch der Eddie-Dickens-Trilogie oder: Buch Eins der weiteren Abenteuer von Eddie Dickens)
- Horrendous Habits - dt. Abscheuliche Angewohnheiten (Buch Zwei der weiteren Abenteuer von Eddie Dickens)
- Final Curtain - dt. Allerletzter Akt
Alle Bände gibt es auch als Hörbücher, alle von Harry Rowohlt gesprochen. Die Hörbücher sollen auch sehr gut sein, ich kenne sie persönlich (noch?) nicht.
Fazit
Eigentlich als Kinderbuch gedacht, hat mich dieses Buch so begeistert, dass ich mir so bald wie möglich die anderen Bände der Eddie Dickens - Trilogie kaufen werde.
Ich gebe allerdings zu, dass man schon ein bisschen bekloppt sein muss, um das Buch zu mögen. Wer sich bei der obigen Inhaltsangabe fragt, was das alles soll, sollte wohl besser die Finger davon lassen, es ist sicher nicht Jedermanns Geschmack.
Außerdem empfehle ich, das Buch in nicht zu langen Sitzungen zu lesen. Llieber immer nur ein Kapitel (hier "Folge" genannt, da das Buch ursprünglich für Ardaghs Neffen bestimmt war, der immer wieder eine neue Folge ins Internat geschickt bekam) lesen und dann wieder etwas Pause machen, sonst weiss man den Witz des Buches nicht mehr richtig zu schätzen, da es auch zu viel werden kann. Außerdem hat man auf diese Weise länger etwas davon.