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Der verlorene Sohn

Von Dave Pelzer

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Der verlorene Sohn

Von Dave Pelzer

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Der verlorene Sohn

Der Kampf eines Kindes um Liebe und Anerkennung

  • Genres
  • Herausgeber
  • Ausgabe
  • Seiten
  • Sprache
  • ISBN-13
  • Preis
  • Belletristik, Drama
  • Heyne Verlag
  • April 2004
  • 320
  • Deutsch
  • 9783453873186
  • EUR 8,95

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Dave Pelzer ~ Der verlorene Sohn

Von Papa Schlumpf, Dienstag, 20. Mai 2008, 21:25

der weitere lebensweg des als kind schwer misshandelten dave pelzer

zum besseren verständnis sollte man vielleicht meine anmerkungen hier lesen ;)

also, da der erste teil echt verstörend und grausam war, und mir teilweise doch aus der seele gesprochen hat, musste ich natürlich wissen, wie es mit dem kleinen dave weiter ging. beschreiben ist in diesem buch seine zeit direkt nach der trennung von seiner mutter bis zu seinem 18. lebensjahr. hier trennen sich unsere wege teils erheblich...

dave verbringt seine zeit bei immer neuen pflegefamilien und an anderen schulen. unfähig sich in ein geregeltes leben einzufügen, sicher auch bedingt durch die vielen ortswechsel, erlebt er eine kindheit im wechselbad der gefühle. er muss sich gegen seine mutter in einem gerichtsprozess behaupten. wobei "behaupten" weit daneben gegriffen scheint. das sorgerecht wird ihr nur abgesprochen, weil dave die abschließende frage des richters missverständlich beantwortet. am liebsten wäre er vor angst vor seiner mutter und des allein-seins bei ihr geblieben. für uns unverständlich, aber im buch kommen seine beweggründe gut zur geltung. und nun beginnt hier eine reise durch zig verschiedene pflegefamilien, eine reise mit den unterschiedlichsten charakteren anderer pflegekinder. und im hinterkopf immer die angst, dass mutter ihn zurück holen könnte. es kommt tatsächlich zu meheren begegnungen mit ihr. die zweigesichtigkeit von ihr ist echt erschreckend. zu allen lieb und nett, doch ist sie mal mit ihrem "jungen" (als mehr wird er von ihr nicht tituliert) allein geht der psychoterror weiter, wie in "besten" tagen. und sein vater scheint all die jahre wie vom erdboden verschluckt zu sein. es gibt kaum ein wiedersehen mit ihm.
wirklich auffällig ist die suche nach aufmerksamkeit, aufmerksamkeit von den pflegeeltern, den mitschülern. und fast immer setzt er sich in die nesseln, wird sogar leicht kriminell dafür. und die ewige suche nach ein wenig liebe bei seiner mutter...

tja, nach dem "reißerischen" ersten teil wird es etwas ruhiger um dave. er nimmt den leser mit auf seinem weg zum erwachsenwerden, zeigt ihm die orte und abläufe, die ihn bewegt und geprägt haben, wo er eine mehr oder weniger normale kindheit und jugend verbringen durfte. sicherlich lesenswert, aber nur mit dem hintergrund des ersten teils.

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Kommentare (3)

  • 3

    Von Lorelai (Sonntag, 1. Juni 2008, 13:52)

    Ich habe ja schon zu der Rezension des ersten Teils etwas gesagt, hier nur noch so viel: Ich finde, gerade im zweiten Teil (diesem) und dem dritten Teil ("Ein Man namens Dave") ist es einerseits sehr verstörend zu sehen, wie Dave Pelzer immer wieder Rückschläge erleiden muss und immer wieder, wenn man gerade denkt, jetzt geht es aufwärts für ihn, wieder etwas schlimmes passiert o.ä. Andererseits ist es schön zu sehen, mit welcher Kraft und welchem Lebensmut er immer wieder weiterkämpft und versucht, mit seiner Vergangenheit abzuschließen und sie trotzdem nicht zu vergessen. Eine unglaubliche und leider eben doch wahre Geschichte.

  • 2

    Von Papa Schlumpf (Freitag, 23. Mai 2008, 23:58)

    bevor du jetzt den zweiten teil liest, hast du den ersten schon durch? der gehört dazu... das hilft das seelenleben des kleinen besser zu verstehen

    1: es ist autobiografisch. es ist alles so in kalifornien geschehen. und das ist auch das beklemmende daran :|

    2: der roman wird aus der ich-perspektive, also aus der von dave pelzer, erzählt.

    3:hmm, um diese frage wirklich beantworten zu können müsste ich den dritten teil auch noch lesen. ich denke erst dann fügt sich alles zu einem gesamten zusammen. man merkt, er kommt mit der "freien" welt nicht so wirklich zurecht, auch als junger erwachsener verhält er sich (teilweise) anders als die übrigen altersgenossen. schwierig zu beschreiben...
    aber heute ist dieser mann aktiv in verschiedenen organisationen gegen kindesmissbrauch, hält vorträge.1994 ist er zu einer der zehn "outstanding young persons of the world" gewählt worden (was immer das ist :rolleyes: )


    4: es ist schlicht und einfach die wiedergabe der geschehnisse, seiner erlebnisse, ohne jegliche wertung... die braucht es aber aufgrund des geschriebenen glaube auch nicht. und wie ich den empfunden habe. hui, also der erste teil war schon verstörend, klar. und dieser teil... ja, ich glaube in einigen gedanken und gefühlen kann ich mich voll und ganz in ihn hineinversetzen. diese suchen nach aufmerksamkeit, in der schule, bei den pflegeeltern, ja sogar bei seiner mutter und seinem vater, das kommt mir alle sirgendwie bekannt vor... und das dürfte den meisten menschen wohl nicht gelingen. ich bin also teil der geschichte :thumbup:

    reicht das jetzt? [color=#ffffff]jetzt kommts bestimmt erst richtig[/color] *engel*

  • 1

    Von Leserin (Freitag, 23. Mai 2008, 23:21)

    Hallo Papa Schlumpf!

    Dieser Roman klingt in der Tat spannend, aber ich benötige doch noch ein paar Informationen von dir (wer hätte es gedacht ;) )und zwar:

    1. Ist es ein autobiographischer Roman oder Fiktion (= eine erfundene Geschichte)?

    2. Wie wird der Roman erzählt, aus wessen Perspektive? Die von Dave, von einem außenstehenden Beobacher oder gibt es Wechsel innerhalb der Geschichte?

    3. Mich würde an diesem Buch doch sehr der zweite Teil interessieren. Jeder Mensch ist auf seine Weise durch die Vergangenheit geprägt und die Frage bleibt dann immer: Was macht man daraus? Wie ist das also bei Dave? Welche "Lehren" hat er aus seiner Vergangenheit gezogen, wenn er das überhaupt getan hat, und zu welchem Menschen ist er geworden?

    4. Was ist das Ziel dieses Romans? Geht es um eine Art "Abrechnung" mit der eigenen Vergangenheit? Ist es eine Form der "Therapie"? Vielleicht ein "Mahnmal" für ein bewusstes Reflektieren über sein Leben? Kurzum: Wie hast du den Roman empfunden?

    Grüße einer interessierten Gabi :)