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Inhalt: Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Peter Mormerin findet eine Speicherkarte mit verschlüsselten Dateien. Beim Versuch, mehr über Herkunft und Besitzer der Chipkarte herauszufinden, wendet er sich an ein Hackerforum im Internet. Eine der Dateien ist offenbar eine Todesliste, denn einige der darin genannten Personen, allesamt hochrangige Manager internationaler Konzerne, wurden bereits grausam ermordet.Als sein unbekannter Chatpartner Peter mitteilt, er sei in Gefahr und könne seinen Hals nur noch durch eine Flucht nach vorn aus der Schlinge ziehen, fliegt er widerstrebend nach Washington. Dort lernt er die Drahtzieher eines ominösen Bündnisses kennen, die ihn auf ihre Seite bringen wollen und um Unterstützung bitten, denn die ermordeten Manager standen allesamt auf ihrer Beobachtungsliste, was sie extrem verdächtig macht. Vorsitzender des Bündnisses ist der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, und der bricht kurz darauf bei einer geheimen Pressekonferenz nach den ersten Worten zusammen. Peter taucht immer tiefer in die Jagd nach dem Mörder ein - bis er selbst zum Gejagten wird.
Meine Meinung: Ich legte das Buch "Tödliche Gerechtigkeit" aus der Hand und war „enttäuscht“. Enttäuscht darüber, dass die Lektüre und dessen mitreißende Geschichte nach 350 Seiten nun leider ihr Ende gefunden hatte.
Bevor ich mit dem Lesen begann, war ich jedoch mehr als skeptisch: Das Erstlingswerk eines Autoren - konnte dies meinem Anspruch an Unterhaltung gerecht werden? Aber bereits ab der ersten Seite war ich wie gefesselt. Thomas U. Tajsich gelingt es den Leser in eine überaus spannende Geschichte hineinzuziehen, die in einem wortgewandten und klaren Stil erzählt wird. Anhand kurzer Kapitel erhält die Geschichte ein rasantes Tempo, das fasziniert, aber nicht überfordert. Raffiniert verknüpft er die einzelnen Schauplätze, die in Regensburg und den USA spielen, zu einem tollen Gesamtwerk einer fiktiven Handlung, die auf überaus aktuellen Themen, wie die Macht des Geldes, dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft, Moral und Korruption basiert.
Fazit: Ein höchst lesenswertes Buch, bei dem man schon mal freiwillig die ein oder andere Nacht opfert, um zu erfahren, wie die packende Geschichte endet.