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Fabi

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Freitag, 29. Juli 2011, 22:55

Vorurteile auf dem Prüfstand: Sind Leser/Schreiber eingebildet, besserwisserisch,...?

Der Mensch begegnet jeden Tag Vorurteilen, vielleicht lassen wir uns sogar von diesen mehr steuern, als uns lieb ist?

Spontan fällt mir da ein, dass man Blondinen mehr Dummheit/Tollpatischigkeit zuspricht als z.B. Brunetten. Oder auch schönen Frauen/Männern toleranter begegnen und im Umkehrschluss weniger gut aussehenden Menschen schlechte Eigenschaften in die Schuhe schieben.
Weiter im Text: Dialekte sorgen auch dafür, dass man die Personen vorerst dümmer einschätzt, als sie eigentlich sind. Ach ja, und dann das Paradebeispiel, besonders aufgekeimt durch die Publikation "Deutschland schafft sich ab": Türken sind gewalttätig, an Miss/Rückständen schuld,... wo beginnen Vorurteile statistisch wahr zu werden, wo enden sie?


Ich möchte mit diesem Thread keine zweite, dritte oder vierte Sarrazin-Diskussion entfachen, sondern die Vorurteile aus einem Blickwinkel betrachten, da ich erahne, dass die Diskussion sehr interessant werden könnte:


Uns zwar sind wir diesmal die Verurteilten von Vorurteilen. Lasst uns doch mal genauer schauen, welche Vorurteile euch schon als bekennende Leseratten begegnet sind. Welche Vorurteile über uns im Internet zu finden sind. Und inwiefern diese zutreffen.

Vorurteile auf dem Prüfstand: Sind Leser/Schreiber eingebildet, besserwisserisch,...? Ja, was noch? Oder was nicht?

Melusine

Literaturbesessen

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2

Samstag, 30. Juli 2011, 02:02

Als Leseratte und Schreiberling erlebe ich eher, dass ich als weltfremd, Traumsuse, in einer Fantasiewelt lebend eingeschätzt werde. Eingebildet und besserwisserisch? Als Leserin/Schreiberin? Nö, nicht, dass ich wüsste.

Womit ich jetzt nicht sagen will, dass mich niemand für eingebildet und besserwisserisch hält. Das tun sogar viele. Aber doch nicht deshalb, weil ich lese und schreibe ...?
Unter "eingebildet" fällt wohl auch "Red doch nicht so geschwollen daher" oder "Du hältst dich wohl für was Besseres" oder "Du kommst dir wohl besonders gescheit vor". Mag sein, dass das indirekt mit exzessivem Lesen und Schreiben zu tun hat, insofern als man dadurch vielleicht einen irgendwie abartigen Wortschatz entwickelt. Z.B. hat mich mal eine Freundin (Dr. phil.!) beanstandet, weil ich das Wort "Sollbruchstelle" (in Bezug auf Bierflaschen) gebrauchte. Erst bemerkte sie halb lachend: Was du immer für Wörter kennst ...; als ich etwas verwundert erwiderte, das heiße nun einmal so, meinte sie, das möge schon sein, es wirke aber dennoch affektiert.

Ich ging dann in mich und dachte darüber nach, woher ich das ungewöhnliche Wort denn nun kennen mochte, und kam zu dem Schluss: Ich muss es in der "Sendung mit der Maus" aufgeschnappt haben. :D


Wenn ich jetzt weiter überlege ... hm, mir scheint, die meisten Menschen finden es überheblich, wenn jemand in einer alltäglichen Konversation Ausdrücke gebraucht, die ihnen nicht geläufig sind. Da exzessive Leserlinge und Schreiberlinge einen großen Wortschatz haben, passiert ihnen das vermutlich weitaus häufiger als Nichtleserlingen und Nichtschreiberlingen.

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