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Literaturbesessen

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Vorname: Gabi

Lieblingsgenre: Die klassischen Drei (Epik, Lyrik und Dramatik)

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1

Dienstag, 8. September 2009, 23:16

Gratis Download von ebooks - wer macht das, wer nicht und weitere Fragen zum Thema

Hallo liebe Mitleser! *blue*

Wir haben schon begonnen ein wenig über die ebooks zu sprechen, aber wir haben noch nicht konkret über die diversen Angebote gesprochen, die es zu diesen gibt. Im Grunde kann man bei >Google< diese Angaben machen, also "gratis ebooks", und landet schon auf verschiedenen Seiten, wo man sich besagte ebooks herunterladen kann.

Wer von euch hat das schon einmal gemacht, wie reibungslos ging es, würdet ihr es weiterempfehlen und denkt ihr, es wird zukünftig noch mehr dieser Angebote geben, da u.a. ja gerade >Google< die Urheberrechte aufheben bzw. umgehen will, indem es die Literaturbestände einscannt?

Es grüßt eine interessierte Gabi
("Leserin" ist nicht mehr aktiv hier, daher keine Beiträge, PNs und Emails).

2

Mittwoch, 16. September 2009, 20:49

Ich mach' das, es funktioniert manchmal mehr, manchmal weniger gut. Sehr gut funktionieren podcasts mit kurzen Hörspielen. Z.B von Hörspielpool Bayern2, SWR2 Literatur oder Sprechbude;
Zu den Urheberrechten - ich denke, das wird eine Zeitlang so funktionieren, also im Graubereich gratis. Etwas später kommt es dann vermutlich zu Zahlungen, die man leisten muss, wenn man e-books legal aus dem Netz herunterladen will.

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3

Donnerstag, 17. September 2009, 15:17

Was denkst du, welche Leserschaft ist hier angesprochen? Ich habe bisher nur sehr wenige Leute in meiner Umgebung gesehen, die sich ebooks herunterladen und die "klassischen" Leser, wie z.B. auch ich, plädieren nach wie vor für das Original, also ein Buch in der Hand. Sind ebooks also, provokant gefragt, eine Leseaufforderung für computersüchtige Teenager, Buchhandlungsverweigerer und Technikfreaks, die nicht ohne Laptop etc. leben können?
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4

Sonntag, 20. September 2009, 09:53

Ich geh' jetzt mal von mir aus: Es geht vom Haptischen her gesehen kaum was über ein traditionelles Buch (außer Fleisch in Zellophanpapier, das fühlt sich auch irgendwie richtig gut an), aber wenn ich mal jetzt beim Lesenswerten bleibe: Wenn ich ein Buch lesen will, dann nehm' ich die Papiervariante.
Wenn ich mit einem Buch arbeiten will (z.B. brauche ich Zitate, Auszüge für die Schule, suche eine bestimmte Passage), dann finde ich Bücher in digitaler Form schon praktisch.
Auch für den schnellen Vergleich von literarischen Abschnitten verschiedener Autoren/eines Autors mit mehreren Werken find ich digitale Form sehr ... ich nehm jetzt noch mal das Wort "praktisch".
Ich hab' also beim Lesen zwei Zugänge, den eher wissenschaftlichen, bei dem es mich freut, wenn es Literatur in digitaler Form gibt, weil ich nicht zwischen Stapeln von Büchern sitzen muss, die ich mir vorher großteils von einer Bibliothek geholt habe (weil, auch wenn meine persönliche Bibliothek nicht klein ist, ich nicht alles Lesbare besitzen kann) und vielleicht auch erst extra aus der nächstgrößeren Stadt habe bestellen müssen... und den genießenden, bei dem es mich freut, wenn ich zwischen Stapeln von Büchern auswählen kann, und bei dem ich mich gerne vertiefe in Inhalt, Geruch und Seitenrascheln.

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5

Montag, 21. September 2009, 10:02

Fleisch in Zellophanpapier - ich bin Vegetariererin, so dass mir der Genuss hier verwehrt bleibt, kommen wir also lieber zur Literatur zurück. :D

In Ordnung, wir unterschieden also zwischen Arbeit und Genuss, aber man könnte nun sagen, dass bei ersterem die Literatur lediglich auf ihren Zweck reduziert wird, ihr Inhalt weniger zählt...

Auf der anderen Seite könnte man vielleicht sagen, Horaz' Forderung, die Literatur müsse belehren und unterhalten, wäre nun in der Gegenwart so zu deuten, dass Literatur eben als janusköpfiges Medium gebraucht wird, also technisiert zur Arbeit, genüsslich für den Privatgebrauch...

Keine Frage zudem, die Literatur kann beides, also belehren und unterhalten, aber wie sieht es denn heute aus? Verdrängen Technik&Co. nicht zunehemend den ästhetisch-genüsslichen Leseakt, bewerten ihn nach Massstäben wie Verfügbarkeit (ebook-reader für die Handtasche), Schnelligkeit (download versus Ausleihe), Simultanität (mehrere Bücher parat haben) und Preis (einmaliger Anschaffungspreis versus ständiger Buchkauf)? Wo bleibt das Leserlebnis dabei?
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